Reise nach Jerusalem – Auslandssemester in Israel Teil 2


Israel, ein „hidden“ Global Player?

Olivenöl, Granatäpfel und sogar Tomaten; Dinge die wir für unseren Alltag kaufen und die in unseren Küchen immer wieder Verwendung finden. Diese Produkte können auch in deutschen Supermärkten durchaus aus Israel stammen. Denn die Investitionen dieses Landes in die Agrarforschung und deren Weiterentwicklung, sind hoch und die Ergebnisse tragen im wahrsten Sinne des Wortes Früchte. Jedoch ist die Landwirtschaft nicht das einzige Steckenpferd der israelischen Forschung.

Auch in den Bereichen Medizin, Militär- und Rüstungswissenschaften sowie in der Frage der erneuerbaren Energien (Solar zum Beispiel), spielt Israel eine nicht zu unterschätzende Rolle. Die Glasfaseroptik, welche für viele in der Elektrotechnik neben der kabellosen Datenübertragung momentaner State oft the Art ist, hat ihre Wurzeln in Israel. Ebenso wie viele Neuerungen in der Solartechnik, die ihre Entdeckung der israelischen Problematik in Sachen Stromversorgung in einem kargen Land verdanken.

Gleichberechtigung und Akademiker – Alltag in Israel

Aufgrund seiner Größe und relativ kurzen Geschichte, setzt die Bildungspolitik des Landes auf das Motto: „Qualität und Leistung durch Schwerpunkte“. Im gesamten Land gestreut findet man sogenannte Exzellenzzentren (vgl. LMU München) für Naturwissenschaften und auch die übrigen akademischen Ausbildungsstätten weisen einen überdurchschnittlich hohen Standard in Forschung und Lehre auf.

Der Bevölkerungsanteil der Akademiker in Israel liegt mit 56% enorm hoch und das Land selbst unter den sogenannten OECD-Staaten (Organisation for Economic Co-operation and Development) auf Platz 2. Ein israelischer Student investiert in seine Ausbildung eine Summe von ca. 12.000 US-Dollar (bei einer Studiendauer von 6 Semestern wäre das eine Summe von 2000 US-Dollar pro Semester, soviel zahlst du an manchen deutschen Hochschulen für einen kompletten Masterstudiengang).

Auch was den Anteil der Frauen in Firmenvorständen betrifft, braucht sich Israel keineswegs zu verstecken – mit 15% befindet sich das Land auch hier auf Platz 2. Gut, 15% ist immer noch ein sehr niedriger Prozentsatz, aber im internationalen Verglich schneidet nur ein Land besser ab – Norwegen.

Generell ist Israel in Sachen „Frauenquote“ wenig zimperlich, im Technologiesektor beträgt die Frauenquote ca. 36%, ein Wert von dem andere Länder noch meilenweit entfernt sind. Selbst in der Verteidigung des Landes gilt die Wehrpflicht beinahe uneingeschränkt auch für die Frauenwelt. Der Wehrdienst ist in Israel Pflicht und hat einen höheren Stellenwert als er in Deutschland zum Beispiel vor seiner Abschaffung hatte. Dies begründet sich nicht zuletzt auf der staatlichen Geschichte dieses Landes. Weil der Wehrdienst sofort nach dem Abitur beginnt, liegt das Durchschnittsalter eines Studenten in Israel über 21 Jahren was vergleichbar mit der Altersverteilung an deutschen Fachhochschulen ist.

Nächstes Mal gibt’s noch die „Top 7“ Hochschulen in Israel, etwas zum Studentenleben erfährst du auch noch und hier geht’s zum ersten Teil der Artikelserie. 😉

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